Wir räumen unser Lager auf: Schnäppchenmarkt

Im Laufe der Zeit sammelt sich allerhand Equipment an. Da unser Platz begrenzt ist und viele Sachen kaum oder gar nicht mehr zum Einsatz kommen, machen wir einen Schnäppchenmarkt.

Hier ist die Liste der Dinge, die erworben werden können.

Elinchrom EL-Skyport Speed Funkauslöser 

Funkübertragung für das Einchrom Skiport System, zum Beispiel für zusätzlichen Aufsteckblitz oder Studioblitz vom Fremdhersteller. 4 Gruppen, inklusive Tasche, Ladekabel, Blitzkabel und Adapter
Preis: 50,-€ / Neupreis: 119,-€

LVSHI variabler ND Filter Graufilter 82mm ø Filtergewinde

verstellbarer Graufilter ND2-ND400, extra dünne Ausführung für Weitwinkelobjektive, inklusive Schutzhülle
Preis: 25,-€ / Neupreis: 59,-€

Walimex Sunswatter Durchlichtsegel 100x150cm

Durchlichtsegel mit stabilem Aluminiumrahmen. Blitzschnell auf- und abgebaut durch Gelenkmechanismus.
Preis: 75,-€ / Neupreis: ca. 189,-€

Neewer 32“x32“ / 80×80 cm Fotostudio Aufnahme Zelt Lichtwürfel Diffusions Soft Box-Set mit 4 Farben-Hintergründe (Rot Dunkelblau Schwarz Weiß) für Fotografie
  • Es hat eine große abnehmbaren Vordereöffnung für einfache Studio Bilder in Ihrem Haus oder Büro zu ermöglichen.
  • Von durchscheinenden Lichtstreuungs weißen Nylongewebe, abnehmbare Fronttürabdeckung mit Schlitz für die Kameralinse
  • Das Studio verfügt über eine Standard Set mit einer benutzerdefinierten Tragetasche mit beiden Schulter- und Handtrageriemen.
  • Artikel Größe (CUBE, cm / Zoll): 60/24 „
  • Lieferumfang:1 x 32 „“ Foto-Licht Würfel Zelt, 1 x schwarzem Hintergrund 1 x weißem Hintergrund 1 x dunkelblauen Hintergrund, 1 x roten Hintergrund, 1 x Tragetasche
Preis: 15,-€ / Neupreis: 28,-€

 

Lichtgestaltung mit Wabe

Fotografie besteht hauptsächlich aus dem Spiel mit Licht und Schatten. Und so wendet der Fotograf und die Fotografin viel Zeit damit auf, Licht zu kontrollieren, Schatten zu erzeugen oder vorhandenes Licht so zu lesen, bis das „perfekte Licht“ gefunden ist.

In der Studiofotografie bedeutet das, ich suche nach passenden Lichtformern für meine Blitze, die mir erlauben, das Licht und die Schatten genau meinen Wünschen an das spätere Bild anzupassen.

Die Unterschiede liegen dann vor allem in der Größe und Form der einzelnen Lichtformer. Welcher wann und wofür eingesetzt werden kann, soll hier nicht Thema sein, sondern ein besonderes Zubehörteil für diese einzelnen Lichtformer: die Wabe.

Waben helfen, den Streuwinkel des Lichts einzuschränken und das Licht so besser und kontrollierter auszurichten. Besonders in engen Räumen passiert es, dass das Licht dann nicht mehr richtig zu kontrollieren ist und wild im Raum „herum bounct“. Die Wabe hilft, das zu eliminieren und das Licht genau dahin zu lenken, wo ich es haben möchte. Durch die Konzentration der Lichtrichtung betone ich zusätzlich noch mein Motiv, weil die Umgebung nicht mehr soviel Streulicht abbekommt und damit dunkler wird als das Hauptmotiv.

Beispiel Beautydish ohne und mit dem Einsatz einer Wabe:

 

Der Unterschied ist deutlich. Daher meine Empfehlung: wenn du mit dem Gedanken spielst, dir einen Lichtformer (zum Beispiel auch für den Aufsteckblitz) zu kaufen, dann achte darauf, dass dieser mit einer Wabe geliefert wird. Denn so hast du noch viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten als ohne.

Beispiel mit dem Aufsteckblitz.

Hier sind noch die Vergleichsbilder mit dem Aufsteckblitz ohne einen besonderen Lichtformer. Die Bilder wurden zuerst ohne Wabe mit breitem Streuwinkel, dann mit engem Lichtkegel und zuletzt mit Wabe fotografiert.

 

Im Gegensatz zu Diffusoren hast du mit dem Einsatz von einer Wabe keine Einbußen bei der Lichtausbeute. Die Bilder sind alle mit den gleichen Einstellungen an den Blitzgeräten gemacht.

Wie das in der Praxis ausschaut, zeigt auch noch mal dieses kleine Video, in dem ich den Einsatz bei einer Facebook Live-Übertragung gezeigt habe. Viel Spaß beim Ausprobieren.

Einsatz von Waben

Gepostet von Photolodge am Donnerstag, 5. Oktober 2017

 

Der Workshop, bei dem du diese und viele weitere Lichttechniken kennen lernst, ist der See the Light Workshop.

Für alle, die noch gar nicht wissen, wie Blitz und seine entfesselte Steuerung funktioniert, gibt es den Workshop: Blitzen Basics mit dem Aufsteckblitz. Danach kannst du deinen Blitz steuern und mit künstlichem und natürlichem Licht spielen.

Wir freuen uns auf deine Anmeldung. 

Fotofrühstück 001. Zu Gast: Robert Kleine

Beim ersten Fotofrühstück, was eigentlich am Abend stattfand und eine Aufzeichnung einer Facebook Livesession war, war Robert Kleine zu Gast. Filmemacher, Cutter, Videograph, Kameramann, Content Creator und überhaupt der Mann am Set, der das gesamte Produkt mitdenkt.

Mit ihm unterhalte ich mich über Bildgestaltung bei Foto und Video, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Disziplinen. Und will damit alle anregen, die Kamera hochzunehmen und den Videoknopf zu drücken.

Einfach draufhalten

Eine der Hauptbotschaften: einfach machen. Material produzieren und – im besten Fall – schon an das spätere Produkt denken. Robert gibt viele Hinweise und Tipps, wie du dein nächstes Video oder auch deine nächste Foto-Diashow mit kleinen Videosequenzen aufpeppen kannst. Ende November werden wir uns wieder treffen und unsere Urlaubsvideos aus dem Herbstferien anschauen beurteilen und Manöverkritik üben.

Die Links aus dem Video:

Roberts Webseite: Frames a gogo

Der Blogartikel zum Stein

Das Videotraining: Kamerabasics

Bildgestaltung mit Stein

Bei unseren Events und Workshops geht es neben dem Kennenlernen der eigenen Kamera auch um wichtige Tipps und Regeln zu Bildgestaltung und Motivsuche.
Ein wichtiger Punkt dabei ist das eigene Hinterfragen nachdem ein Motiv entdeckt und das erste Bild davon im Kasten ist. Ist das Motiv schon richtig eingefangen? Sagt das Bild genau das aus, was gesehen wurde? Ist das gewünschte Motiv auf dem Foto genau so präsent wie du es mit dem Auge empfunden hast?
Bei einem der letzten Einzelcoachings sind meine beiden Teilnehmer und ich durch die Stadt gezogen und haben unser Auge mit immer neuen Aufgaben geschärft. Ein Beispiel ist diese Bildreihe mit dem Stein. Von der einfachen und langweiligen Dokumentation hin zur Inszenierung ist nicht viel nötig. Wenn ich mir vor Ort die Zeit nehme, mein erstes Ergebnis prüfe und noch weitere Sachen ausprobiere.

Ausgangssituation:

Ein hübscher Stein am Wegesrand weckt meine Aufmerksamkeit. Auf den ersten Blick gefallen mir die Form und die farblichen Akzente auf der Oberfläche. Der kleine Fels hat eine schöne Struktur. Das will ich festhalten, nehme die Kamera hoch und mache ein Bild.
Gut: Der Stein ist im Fokus, die anderen Steine sind unschärfer, dadurch gelingt es, den Blich auf mein Motiv besser zu lenken. Das Motiv ist nicht in der Mitte positioniert, sondern im linken Drittel des Bildes, das erzeugt Spannung. Die dynamische Diagonale gibt eine schöne Zweiteilung des Bildes.
Schlecht: Langweilige Perspektive, aus Augenhöhe fotografiert. Struktur und Farbigkeit des Steins sind für den Betrachter nicht wirklich das Hauptmotiv. Ziel verfehlt. Der zweite Stein lenkt durch seine Helligkeit ab von unserem eigentlichen Hauptmotiv.

Bild 02:

Schon besser, die Struktur kommt zum Vorschein, unser Motiv wird prominenter, durch die unterschiedliche Größe der Steine im Bild wird er zusätzlich gewichtiger. Die anderen Steine sind unschärfer als bei der ersten Aufnahme. Die Diagonale ist noch erhalten, die Perspektive schon wesentlich besser gewählt. Dem Betrachter wird deutlich, was das Motiv in diesem Bild sein soll.
Noch etwas näher dran ist dieser Versuch. Struktur und Farben kommen gut zum Vorschein, wir sind auf Augenhöhe mit dem Motiv, dadurch wird er immer größer. Zusätzlich haben wir den Stein in seine Umgebung eingebaut, zeigen also den Kontext, in dem der Stein zu finden ist. Damit rückt das Foto mehr in Richtung Reportage, das Bild fängt an, eine Geschichte zu erzählen.
Der Bezug zum Umfeld gefiel uns schon ganz gut, aber wir wollten noch mehr aus der Situation heraus holen. Entstanden ist dieses finale Motiv, der Stein dominant und stark im Vordergrund, Bäume, Wiese, und der Fernsehturm ordnen ihn an einen bestimmten Standort ein. Ein Ortskundiger kann nun erkennen, wo der Stein zu finden ist. Die Struktur, Farbigkeit und Form wird schön herausgearbeitet. Dabei war die Position und Abstand der Kamera zum Stein eine Frage von Zentimetern um das Bild so einzufangen. Der Stein versteckt 3 Abluftrohre von der drunter liegenden Tiefgarage, die das Bild extrem störten.

Fazit:

In der Retusche würde ich bei diesem Bild noch die helle Stelle unter dem Baum links wegmachen und die Lücke zwischen dem Baum und dem Stein schließen.
Du möchtest solche und andere Gestaltungstipps bekommen, deine Bilder besser machen und deine Kamera besser kennen lernen? Dann trag dich in unseren Newsletter ein, wir schreiben regelmäßig Tipps, Ideen und Ankündigungen zu Events, bei denen solche Aufgaben bearbeitet werden.

Kleines Lichtgeheimnis

Vergangene Woche Freitag haben wir dieses Bild auf der Facebookseite der Photolodge gepostet und gefragt, wie viele Lichtquellen bei der Erstellung im Spiel waren.

Wenn du noch ein wenig drüber nachdenken möchtest, solltest du mit dem Weiterscrollen etwas warten und noch einmal genauer hinschauen. Vielleicht erkennst du ja, wie viele und welche Lichtquellen hier im Spiel sind.

Einfach? Sieht man doch sofort? Das freut mich, denn wenn du mit einem flüchtigen Blick erkennst, wie das Licht hier gesetzt wurde, dann hast du sicher auch keine Probleme, spannende Lichtsetups aus mehreren Lampen zu setzen und gleichzeitig noch das Umgebungslicht mit einzubeziehen.

Für alle anderen lohnt sich vielleicht das Weiterlesen. Denn neben dem Tageslicht, das hinter dem Modell – Schauspieler Christoph Wielinger – durch das Fenster fällt, sind tatsächlich noch drei weitere Lichter im Spiel. Zwei von den Seiten und eins hochfrontal über der Kamera. Auf diesem Schema ist zu erkennen, wie die Lichter stehen.

Rechts und links stehen Striplights, die ein weiches, aber dennoch gerichtetes Licht auf das Profil unseres Modells werfen. Diese beiden Striplights alleine machen dieses Licht, eine wunderbare Konturierung der Seiten und tolle Strukturen auf dem Hemd und im Gesicht.

Nur mit diesen beiden Seitenlichtern gefiel mir jedoch die Kopfform nicht so gut, deshalb entschied ich mich für ein Aufhelllicht frontal auf das Gesicht ohne die Hauptcharakteristik der Seitenlichter zu sehr zu schmälern. Das Licht von vorne alleine sieht so aus:

Zusammen bilden diese drei Lichter dann schon das Motivlicht, das wir auf dem fertigen Bild sehen.

Jetzt galt es, den Hintergrund zu gestalten, denn hier war das Licht noch nicht schön. Wir haben uns spontan gegen den Papierhintergrund entschieden und das Fenster mit einbezogen. Da das anhand der niedrigen Belichtungszeit zu dunkel war und damit unrealistisch im Verhältnis zu den Lichtern innen, habe ich die Zeit verlängert und damit mehr Licht durchs Fenster reingelassen. Zu sehen auf diesen beiden Bildern.

Ein genauer Blick auf die Augen offenbart mit den Lichtreflexen zumindest schon mal wie viele Lichtquellen im Spiel sein müssen. Oft lässt sich anhand der Augen auch die Art des Lichtformers und dessen Größe erkennen. Viel Spaß beim Analysieren der nächsten Werbetafeln und Magazinseiten.

Du möchtest wissen, wie du dieses und andere Setups erarbeiten kannst und die Lichter einstellst? Ein einfacher Blitzworkshop ist nicht das richtige, da du die Technik weitestgehend verstanden hast, aber die praktische Umsetzung noch schwierig scheint? Dann empfehlen wir den See the Light Workshop mit der Photolodge, wo es nur am Rande um die Technik geht. Ein Workshop, der sich mit Licht beschäftigt, seiner Wirkung und vielen Spielmöglichkeiten. Und die Fähigkeit das Licht zu lesen bei jedem entfachen will. Schau nach, ob bei den nächsten Terminen einer für dich dabei ist, wir freuen uns auf deinen Besuch im Studio.

 

Photokina 2016 – ein kleiner Rundgang

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Die größte Fotomesse der Welt ist zu Gast in unserer Heimat – und ganz Köln steht fotografisch Kopf. Für den ganzen Monat September. Neben einigen Workshops im Rahmen von Photokina Prologue bin ich für FotoTV auf der Photokina aktiv. Der erste Tag, der Dienstag, war aber zum Rumlaufen, Entdecken und Anfassen vorgesehen.

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So kann ich als erstes sagen: die Lumix DSLM Kameras von Panasonic eignen sich nicht optimal für Brillenträger, der Sucher springt nicht schnell genug um, da er je nach Brillenmodell nicht erkennt, dass der Nutzer durch den Sucher schaut. Ohne Brille lief es dann aber super und der digitale Sucher macht das Fotografieren tatsächlich intuitiver als mit der Spiegelreflexkamera. Das Modell auf der Schaukel sorgte dann für den ersten Schnappschuss des Tages.

Bei Canon gab es leider keine Möglichkeit, die neue M5, Canons erste echte DSLM, mit eigener Speicherkarte zu testen, die Geräte waren so gut gesichert, dass sich die Klappe für die Karte nicht mehr öffnen ließ. Aber der erste Eindruck in der Hand machte war top, super schneller Autofokus, gute Schalter und Verarbeitung. Die Auswahl, was unter den Weihnachtsbaum soll, wird dadurch nicht einfacher. Die Bilder von der neuen 5D MK IV brauchen eine gesonderte Software, da das neue Feature des Fokus Verschiebens im Nachhinein noch nicht auf meinem Rechner installiert ist. Ich berichte später darüber.

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Der Wahnsinn bei Canon ist aber der Bereich Future Imaging. So werden wir in Zukunft unsere Fotobücher auf den vernetzten Wohnzimmertisch legen, die Software erkennt, welche Bilder und Videos nicht im Buch sind und projiziert diese gleich auf den Riesenscreen an die Wand. Interaktiv. Großartig, ich kann allen, die noch auf die Photokina gehen, empfehlen, sich das mal anzuschauen.

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Bei Fuji sind alle überzeugt, dass die Spiegelreflexkamera ausgedient hat. Und in der Tat, die neue XT-2 schmeichelt sich tatsächlich an den Nutzer ran. Cooler Look, leicht, gut verarbeitet, schnell und überzeugende Ergebnisse. Hm. Mal sehen, wie lange meine dicken Boliden dem noch Stand halten können.

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Was gibt es sonst noch neben dem ganzen Technik-Gedöns? Zum Beispiel die Firma Cooph aus Österreich, die stylische Motivshorts, Funktionshemden (mit Funktionen extra für Fotografen) und weitere Gadgets zeigen.

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FotoTV zeichnete heute schon einige Technik Videos live auf, ab Mittwoch geht dann auch da das Vortragsprogramm los. Es bleibt auf jeden Fall spannend, den Start macht Calvin Hollywood. Auf dem Bild wird gerade die Canon 5D Mark IV vorgestellt und die ca. 12 Minuten reichen nicht annähernd, um alle neuen Features des Allround-Arbeitstiers zu besprechen. Der erste Eindruck ist toll, scheint wirklich in allen Belangen besser zu sein als die MK III. Aber noch kein Grund, die gerade neu angeschafften dafür gleich auszutauschen. Vorerst zumindest nicht.

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Fazit: nichts wie hin sollte es für alle Fotobegeisterten heißen, allerdings am Besten vorher einen Plan machen, was man alles sehen und wen man hören möchte. Die Masse an Equipment, Ständen, Events und Vorträgen ist schier erschlagend. Viel Spaß und viele gute Bilder wünsche ich.

Wie gut kennst Du Deine Kamera?

Ich stand kürzlich vor der Entscheidung, welche Kamera ich als Reserve-Kamera kaufe. Denn als Auftragsfotograf ist es wichtig, dass beim Termin nichts schief geht und die Technik einwandfrei funktioniert. Da meine aktuelle Kamera bereits über 85.000 Auslösungen auf dem Buckel hat und damit ihre Halbwertzeit erreicht hat, war es dringend nötig, sich Gedanken über ein Backup zu machen.
Die Frage, die es dabei für mich zu beantworten galt: Kaufe ich mir die gleiche Kamera wie die erste – was langweilig ist – alle Features sind bekannt, die Knöpfe an der gleichen Stelle und keine sonstigesn Überraschungen zu erwarten. Oder greife ich eine andere, eine neue, sogar von einer anderen Firma mit interessanten Gadgets, anderem Bedienkonzept und vielem Neuem zu entdecken. Wo das öffnen des Kartons schon aufregend ist, weil ein neues tolles Spielzeug wartet. Zum Beispiel bietet die Fujifilm X-Pro2 da einiges an „Haben will“ Potential, oder gar die neue Systemkamera X1D von Hasselblad, wobei das eher eine Träumerei ist verglichen mit dem Wunsch, als nächstes doch den schicken Zweisitzer aus Zuffenhausen dem Jahrestagen-Familienkombi vorzuziehen. Träume bleiben Träume – erst mal.

Zum 175 jährigen Jubiläum der Fotografie hat die Photoszene Köln dazu eingeladen, den Spuren des berühmten Chargesheimer zu folgen und die Stadt morgens um 5 Uhr 30 zu portraitieren. #photoszene #chargesheimer #chargesheimerreloaded #5uhr30

Die Entscheidung war nicht leicht und hat mehrere Wochen Zeit gebraucht, am Ende zu Gunsten des gleichen Modells wie die Erstkamera. Und wenn Du an dieser Stelle nicht weiterlesen möchtest, weil es jetzt langweilig wird, kann ich das gut verstehen. Aber ein wichtiger Grund sprach für diese Kamera. Ich kenne das Modell bereits sehr gut. Ich finde die Knöpfe und Einstellungen meistens ohne das Auge vom Sucher weg zu nehmen, die Arbeit mit der Kamera ist selbstverständlich, ich muss nicht überlegen, wo ich nun welche Funktionen finden kann. Innerhalb von wenigen Sekunden kann ich mehrere Belichtungen erstellen, den ISO Wert schnell anpassen oder den Fokus umschalten. Alles komplett intuitiv ohne suchen zu müssen.

Ein unschlagbarer Vorteil, wenn es um schnelle Reaktionen geht, wenn ein Motiv nur Sekunden zulässt, bevor es wieder weg ist. Vor dem Hintergrund bekommt die Entscheidung ein anderes Gesicht. Zwar unspannend und langweilig vernünftig, aber mein Reaktions- und Arbeitsgemeinschaft bleibt gleich, bzw. wird schneller, weil ich mit dem Modell immer besser klar komme.

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Wie sieht es bei dir aus? Wie gut klappt es mit deiner Kamera und dir? Kannst Du Dich beim fotografieren auf das wesentliche, das Motiv konzentrieren, oder bist Du mit Einstellungen, Fehlbelichtungen und unscharfen Bildern im Clinche?

Bei der Photolodge lernst du neben den wichtigen Funktionen deiner Kamera auch vieles über Bildaufbau und Motivgestaltung, Tipps zum Umgang mit Menschen vor der Kamera und einen Einblick ins Thema Blitzen mit dem Aufsteckblitz.

Danach bist Du mit Deiner Kamera vertraut und weißt, wann welche Einstellungen die richtigen sind. Danach kannst Du Dich auf das konzentrieren, was beim fotografieren wirklich wichtig ist: das Motiv. Und wenn jemand fragt, warum Du immer noch die gleiche Kamera hast, kannst Du sagen: wir kennen uns einfach so gut, da tauscht man nicht einfach alt gegen neu. Die besseren Bilder werden Dir recht geben.

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Deine Kamera besser kennen zu lernen, ist eines unserer Hauptanliegen bei der Photolodge. Einstellungen verstehen und finden, die Kamera bedienen lernen und immer bessere Bilder zu machen. Und vor allem immer wieder auftretende Fehler vermeiden und verschiedene Fotosituationen meistern zu können, denn wenn das gelingt, fängt der eigentliche Spaß mit der Fotografie erst an. Dann, wenn Du entscheidest, wie das Foto werden soll – und nicht die Kamera.
Im Komplettkurs zum Beispiel geht es neben den Einstellungen und Funktionen schnell um Themen wie Bildaufbau, Proportionen, Farben, Menschen und Motive. Das richtige Grundgerüst, wenn Du mit Deiner Kamera BFFs werden willst. (Wer den Begriff BFF nicht kennt: Best Friends Forever, musste ich mir auch von meiner Tochter erklären lassen)
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Fashion Barock

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Wir hatten mal wieder Melina Juszyk zu Gast, die in Düsseldorf am Fashion Design Institut studiert. Das Motto bei diesem Shooting: Barock. So fanden sich in dem Kostüm einige Anleihen aus dem Barock wider, die wir an einer modern-barocken – oder vielleicht auch einfach nur „abgerockten“ –  Location umgesetzt haben, auf dem Parkdeck eines etwas in die Jahre gekommenen Parkhauses in der Kölner Innenstadt.

MJ-Barock-kl-6507Wichtig bei der Auswahl der Location: wir brauchten Ruhe und Platz für das Shooting, bei einem Parkhaus dieser Größe kein Problem, da wir so weit nach oben gefahren sind, dass kaum noch Publikumsverkehr unser Shooting störte. Da bei der Fashionfotografie die Mode stark im Vordergrund steht, ist es unerlässlich, dass diese richtig gut zur Geltung kommen kann. Damit das gelingt, wird beim Fashionshooting eher auf ein kerniges, gerichtetes Licht aus einer kleinen Lichtquelle gesetzt, um die Strukturen und Applikationen der Mode mit klaren Licht- und Schattenkanten herauszuarbeiten.

Aufgrund der niedrigen Temperaturen haben wir das Make-Up und die Haare vor dem Shooting in Ruhe zu Hause gemacht, denn sonst wäre es – vor allem für das Modell – eine echte Herausforderung gewesen, unter diesen Bedingungen 2 Stunden in der Kälte bei ca. 5° Celsius auszuharren und zu warten, bis es losgehen kann. So kamen wir vorbereitet an der Location an, das Modell musste sich nur noch umziehen und die letzten Feinheiten an Haaren und Make-Up abgerundet werden.

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Der Lichtaufbau für das Shooting war ebenfalls schon im Vorfeld klar, da ich die Location bereits kannte und schon überlegt hatte, welchen Charakter das Hauptlicht bekommen soll und das die Fenster als Haarlicht fungieren sollen. Das Posing ergibt sich dann aus der Intention der Designerin in Kombination mit Location und Licht und ist am Ende der Part, wo vor Ort noch am meisten experimentiert wird.

Viel Spaß mit den Bildern, wir freuen uns schon auf die nächste Aufgabe von Melina.

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Das Team für dieses Shooting setzt sich so zusammen: Marijanna (Haare & Make-Up), Jörg (Licht & Fotografie), Melanie (Modell), Stephen (Licht& Fotografie), Melina (Kostüm)

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Du hast eine ähnliche, oder auch komplett anders gestaltete, aber interessante Fotoidee? Dann schreib uns an, wir sind immer auf der Suche nach smarten Themen, an denen wir die Fotografie erklären können und tolle Bilder entstehen lassen können. Mehr Beispiele aus der täglichen Arbeit eines Fotografen findest Du auf meiner Fotografenseite: Fotografie Stephen Petrat

Wie solche Bilder entstehen und du selber machen kannst, vermitteln wir in unseren Porträt- und Blitzworkshops. Schau doch mal im Shop nach den Klasse Portraits, Richtig Blitzen oder dem See the Light Workshops, wir freuen uns, dich und deine Kamera demnächst bei uns begrüßen zu dürfen.

200 mm sind zu wenig. Oder: Minderwertigkeitskomplexe im Kölner Zoo

Zoo Köln

An dem einen schönen Samstag über Ostern zog es die Familie in den Zoo. Prima, dachte ich, nutze ich einfach die Gelegenheit und fange ein paar ordentliche Tierbilder für den Blog und die Workshops ein. Denn die Fotografie im Zoo oder Tierpark hat – wie alle anderen Arten der Fotografie auch – ihre eigenen Tücken aufzuweisen.

Zoo Köln

So ist es zum Beispiel schwierig, die Tiere so zu erwischen, dass die Szenerie nicht gleich nach Zoo aussieht. Das Ziel soll sein, Bilder zu haben, die auch in freier Wildbahn entstanden sein könnten, denn andernfalls würden sich die eigenen Bilder nicht von den Handknipsern vor, hinter, über und unter mir unterscheiden. Aus diesem Satz schlussfolgert Ihr richtig: es war voll im Zoo, sehr voll. Schließlich war Ostern und zudem der einzig richtig schöne Tag an diesem Wochenende, der Ausflug drängte sich also nicht nur uns auf, sondern auch einer Millionen anderen Leuten (gefühlt).

Zoo Köln

Neben Bollerwagen, Groß- und Kleinfamilien tummelte sich auch der ein oder andere Fotoworkshop an den Gehegen – wer wen kennt, der sowas anbietet, postet bitte den Link unten in die Kommentare; es gibt sicherlich interessierte, die gerne mal im Zoo fotografieren möchten, aber noch nicht den richtigen Zugang dazu gefunden haben. Und natürlich waren auch viele Hobbyfotografen mit Einbeinstativen und riesigen Tüten (Objektiven) auf ihren Kameras unterwegs.

Zoo Köln

Da kommen wir zum Punkt. Bei 200 mm Brennweite hört es in meinem Objektivsortiment auf, eine Cropkamera, die mir die Brennweite auf ca. 300 mm verlängern würde, habe ich zur Zeit auch nicht im Sortiment. Also versuchte ich es mit meinem 70-200 mm und kam mir beim Anblick der ganzen Riesenobjektive der KollegInnen im Zoo ganz klein und mickrig vor. Die Blicke verraten dann auch, dass die anderen dich bemitleiden, soviel Gewicht mit sich herumzuschleppen und trotzdem nicht richtig ausgerüstet zu sein für die immensen Entfernungen, die es bei der Tierfotografie im Zoo zu überbrücken gilt.

Zoo Köln

 

Zoo Köln

Aber das wollte ich nicht auf mir sitzen lassen und habe überlegt, wie ich das Beste aus der Lage machen und ob ich den Mangel an Fotoausrüstung eventuell zu meinem Vorteil nutzen kann. Das ist immer wieder eine gute Sache, sich mit dem Equipment zu beschränken, um neue Sichtweisen und Herausforderungen zu bekommen. Meine Idee war: ich bin ein guter Portraitfotograf (sagen meine Kunden), also betrachte ich die Aufgabe im Zoo aus der Perspektive eines Portraitfotografen und nicht aus der Sicht des Tierfotografen. So habe ich mich auf die Suche nach ausdrucksstarken Charakterköpfen gemacht und versucht, authentische und natürlich wirkende Portraits von ihnen zu bekommen. Und obwohl die Protagonisten meinen Anweisungen nicht folgen wollten – normalerweise interagiere und spreche ich sehr viel mit meinen Modellen – ist mir doch der ein oder Treffer gelungen, denke ich.

Zoo Köln

Ob das stimmt, überlasse ich gerne Eurem Urteil und freue mich über Hinweise, wie man das mit der Tierfotografie noch besser hinbekommen kann. Technisch war ich an dem Tag mit der Halbautomatik Blendenvorwahl unterwegs, da sich manche Kollegen relativ viel bewegt haben und die Lichtverhältnisse dadurch nicht konstant waren. Wie man sowas richtig einsetzt und dennoch die Kontrolle über die Belichtung behält, verraten wir zum Beispiel im Einstellungen Meistern Workshop.

Wie man von Menschen solche Portraits erstellen kann, zeigen wir in unseren Porträt-Workshops. Infos zu den Terminen gibt es hier:

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Zoo Köln

Fotografieren in New York

NYC-FB-2999Für die einen gibt es nichts aufregenderes, für die anderen ist die Stadt „totfotografiert“. Ein Erlebnis ist es auf jeden Fall, durch die Straßen von New York City zu laufen, sich treiben zu lassen vom schnellen Leben zwischen den Blocks, kleinen Parks, vielen Menschen und Häuserschluchten.

Ich hatte im September mal wieder das Vergnügen, für 10 Tage die Stadt der Städte zu spüren und einzuatmen. Dieses Mal mit meiner Frau, die noch nie vorher in New York war. Sie hatte die ganze Zeit unseren Sohn umgeschnallt und damit waren wir sehr mobil und flexibel unterwegs, konnten ein entspanntes Sightseeing Programm durchziehen und an vielen Stellen einfach verweilen zum wirken lassen.

Fotografiert wird auf so einer Reise natürlich auch, egal wie „torfotografiert“ die Stadt nun auch immer sein mag, es gab genügend Zeit, an besonderen Plätzen stehen zu bleiben, einige Klassiker nochmal abzulichten (z.B. Flat Iron Building, sieh oben) und manchmal auch die Kamera bewusst stecken zu lassen (z.B. am Ground Zero).

Unsere Stationen der 10 Tage waren im Groben: Times Square, China Town, Little Italy, Highline, Meatpack, Williamsburg, Brooklyn, Flushing Meadow, Wall Street District, Guggenheim, Central Park, Queens, Astoria, Soho, Noho, East Village, usw.

Da die Reise nicht nur zum Fotografieren geplant war, hielt sich die Ausrüstung in ganz engen Grenzen. Genau genommen: eine Kamera, ein Objektiv mit Festbrennweite, das neue 35mm 2.0 von Canon. Mehr nicht. Mitnehmen würde ich noch einen ND Filter und das Gorillapod Stativ. Diese Dinge wollte ich eigentlich drüben kaufen, aber aufgrund vieler jüdischer Feiertage waren die großen Fotoläden, die in NYC fest in jüdischer Hand sind, tagelang geschlossen.

Für das nächste Mal haben wir uns noch ein paar Sachen aufgehoben, zum Beispiel auf einen Skyscraper raufzuklettern, die Freiheitsstatue zu besuchen und ins MoMA zu gehen. Es gibt also noch genug zu sehen und Fotomotive werden sich auch noch ein weiteres mal viele finden. Hier sind ein paar Eindrücke vom Trip nach New York City, September 2015.

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Damit die Zeit zum Fotografieren nicht allzu kurz kommt, haben wir zwischendurch in den kleinen Parks, die sich durch Manhatten ziehen, Pausen gemacht und ich konnte eine Weile alleine mit der Kamera los, zum Motive suchen oder um mich irgendwo auf die Lauer zu legen für den richtigen Moment. Die meisten Bilder allerdings sind spontan entstanden und „auf dem Weg“ gemacht. Es war dafür  von Vorteil, dass ich die Stadt bereits ein paar Male besucht hatte und dadurch nicht mehr von allem total überwältigt war. Denn das passiert normalerweise jedem.

Wenn es Dich interessiert, wie ich bei so einem Städtetrip vorgehe, dann komm einfach mal zu einem „Entdecke Deine Stadt“ Event der Photolodge. Hier erkunden wir bekannte und weniger bekannte Stadtteile unserer Stadt und ich erkläre, wie ich fotografisch an so einen Ausflug, Kurztrip oder auch Urlaub rangehe.

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