Karneval: Streetfotografie für Rookies

Wer sich gerne mit dem Thema Streetfotografie beschäftigen möchte, findet in diesen Tagen die besten Gelegenheiten auf den Straßen, um einen lockeren Einstieg zu finden.

Karneval in Köln

Denn was uns häufig hindert an der Streetfotografie sind die Menschen, bei denen wir uns nicht trauen, sie anzusprechen und nach einem Foto zu fragen. Zu oft steht uns das eigene Schamgefühl im Weg oder die nötige Chuzpe fehlt, um die Kamera hochzunehmen und das Bild zu machen.

Karneval in Köln

Versteht das bitte nicht falsch: ich finde es gut, wenn wir aus Respekt vor den anderen nicht gleich mit der Kamera draufhalten und alles und jeden fotografieren, ohne vorher nach dem Einverständnis zu fragen. Das ist bei der seriösen Fotografie – auch auf der Straße – unbedingt wichtig und darf auf keinen Fall zu kurz kommen, schließlich möchten wir selber auch nicht ungefragt fotografiert werden, ohne zu wissen wofür und von wem.

Karneval in Köln

Aber oft fehlt uns dadurch dann der Mumm, mal eben zu fragen, wir trauen uns nicht, die Menschen kurz anzusprechen und nach einem Bild zu fragen. Später ärgern wir uns dann (und das geht mir selber oft genug auch so), dass wir nicht hingegangen sind und kurz mit den Menschen gesprochen haben und das Bild mitnehmen konnten. So fragt auch der Schweizer Streetfotograf Thomas Leuthard in seinen Vorträgen immer: Streetfotografie – Hast du die Eier dazu?

Niederschwellig anfangen

Und genau da setzt der heutige Tipp an. Wenn ich es schwierig finde, Leute anzusprechen und nach einem Bild zu fragen, muss ich mir ein Testfeld suchen, in dem das einfacher ist. Ich brauche einen niederschwelligen Einstieg, um mich dann langsam steigern zu können und später auch den grimmigsten Zeitgenossen fragen zu können.

Karneval in Köln

Nichts einfacher als das in den tollen Tagen: hier sind alle offen und kontaktfreudig, auch und besonders weil sich die Leute hinter ihren Masken/Rollen verstecken können und dadurch leichter aus sich heraus gehen. Der perfekte Einstieg in die People-Fotografie auf der Straße. Einfacher kann der Einstieg in die Streetfotografie nicht sein. Kamera um den Hals und auf Motivsuche gehen, die Menschen kommen fast von selber auf Dich zu. Und wenn sie fragen, wofür die Bilder sind, erzähle ihnen die Wahrheit: „Ich möchte Streetfotografie lernen und übe, Menschen anzusprechen.“

Kontakte garantiert

Ihr werdet überrascht sein, mit wie vielen Leute Ihr ins Gespräch kommt und was die Menschen dann alles bereit sind zu machen, um mit Euch ein gutes Bild zu produzieren.

Karneval in Köln

Zeigt uns Eure Ergebnisse

Und wenn Ihr ein paar tolle oder jecke Motive eingefangen habt, freuen wir uns, die auf der Facebookseite bestaunen zu dürfen. Erzählt uns dazu auch Eure eigene Streetfotografie-Geschichte und wie das Bild entstanden ist. Wir freuen uns auf viele tolle Bilder.

Kölle Alaaf! Eure Photolodge.

Fertig fotografieren

AKM-WS-1000797Ein Thema, dass bei einem Fotokurs mit der Photolodge immer wieder angesprochen wird: Fotografiere Dein Motiv zu Ende!

Was bedeutet das? Häufig haben wir beim fotografieren zu schnell den Eindruck, ein gutes Bild im Kasten zu haben und fertig zu sein, dabei fängt es gerade erst an zu kribbeln zwischen Fotograf und Modell. Wenn eine gute Grundstimmung geschaffen wurde, die Location ist gefunden und die ersten schönen Bilder gemacht sind, gehen viele weiter und suchen den nächsten Spot, ein anderes Licht oder Klamotten und nehmen sich damit eine große Chance auf tolle Fotos.

Jetzt die Kür

AKM-WS-1000792Denn das ist genau der richtige Zeitpunkt, um mit dem Fotografieren anzufangen, bzw. weiterzumachen. Die ersten guten Bilder sind gemacht, unser Modell hat sie gesehen und findet die Ergebnisse toll. Folglich entspannen sich alle und der Weg für weitere tolle Bilder ist geebnet: jetzt fängt das Fotografieren an, noch mehr Spaß zu machen.

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Einstellungen stehen, Pflicht erledigt: GO!

Hinter der Kamera stehen bereits die Einstellungen, denn diese wurden schon bei den ersten Testbildern festgelegt und müssen nun nicht mehr angefasst werden; und sie stehen uns nun auch nicht mehr im Weg, denn wenn ich mit festen Einstellungen an Kamera und Licht arbeite, muss ich nicht nach jedem Bild aufs Display schauen und kontrollieren. Ich kann mich mehr meinem Motiv widmen, den richtigen Ausschnitt wählen und für eine angenehme Stimmung beim Shooting sorgen.

Zeit für Experimente

Das Beispiel von Nicole und Ruben zeigt diesen Prozess sehr gut. Sie haben mit available Light (bei bewölktem Himmel eine tolle Lichtsituation) eine Location fertig fotografiert. Nachdem die ersten guten Bilder gemacht waren, sind sie nicht gleich weiter gelaufen, sondern Nicole hat angefangen zu experimentieren, neue Bildausschnitte gesucht, andere Perspektiven versucht.

AKM-WS-1000810Ruben wurde auf der anderen Seite immer entspannter, da bereits die ersten Bilder schon richtig gut aussahen. Nicole hatte zuvor erst die Einstellungen an der Kamera gesucht, einige Testbilder gemacht bei denen Ruben noch nichts machen musste, außer an einer Stelle zu stehen und zu entspannen. Nachdem Nicole mit der Kamera fertig war, hat sie sich um ihr Modell gekümmert. Perfekt. Genau das richtige Vorgehen, um an gutes Material zu kommen.

Qual der Wahl

Am Ende eines solchen Shootings – insgesamt haben die beiden ca. 15 Minuten an dem Spot fotografiert – bleiben gleich mehrere gute Bilder hängen. Fotografin und Modell hatten eine schöne Auswahl und konnten sich fast nicht mehr entscheiden, welches Bild das Beste ist.

Vielen Dank an Nicole und Ruben für die schöne Serie.

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Der wachsame Blick

Beim Fotoworkshop mit der Photolodge wird vermittelt, wie ich eine gute Location erkenne, aus scheinbar unscheinbaren Orten noch einen tollen Hintergrund für mein Foto bekomme oder durch ein offenes Auge auch in Alltagsszenen tolle Motive entdecken kann. Zum Beispiel bieten die Module 3 und 4 des Komplettkurses genau das als Thema an: wie erkenne ich ein Motiv? Welche Elemente wirken fesselnd? Warum ist das eine Bild spannend, das andere aber nicht? Wie positioniere ich mein Modell und erzähle mit Hilfe der Umgebung eine Geschichte?

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Diese und andere Fragen besprechen wir in unseren Workshops.

 

Wow! Wahnsinns Rezension für die Photolodge

Den Bericht, den Benjamin über sein zwei Kursmodule mit der Photolodge verfasst hat, lässt uns fast im Boden versinken! Vielen Dank für diese großartige Rezension. Wir setzen alles daran, diesen Lorbeeren bei allen unseren Angeboten gerecht zu werden.

Und weil es sich so schön liest, der Google Erfahrungsbericht von Ben im Wortlaut:

Fünf von fünf Sternen

Seit Anfang des Jahres bin ich Besitzer einer digitalen Spiegelreflexkamera. Nach ein paar Tagen wilden Rumprobierens stellten sich die ersten Erfolge ein – leider fast immer im Automatikmodus, ohne Sinn und Verstand draufgehalten, ohne nachzuvollziehen, welche Einstellung ausschlaggebend für gelungene, verwackelte, zu dunkle oder zu helle Bilder ist. Einmal vom Ehrgeiz gepackt war schnell klar: Ein Fotokurs musste her. Und zwar einer, der mich da abholt wo ich stand, nämlich ganz am Anfang. Und bitte ohne Nerdgefasel, ohne ideologische Systemschule à la „Canon, Nikon oder gar nicht“.

Um es vorwegzunehmen: Ich hab ihn gefunden. Zwar selbst noch recht frisch am Fotoschulenmarkt, bietet die Kölner Photolodge von Stephen Petrat den perfekten Einstieg in die Welt der digitalen Fotografie. Das Angebot, das sehr übersichtlich strukturiert auf der Photolodge-Website zu finden ist, reicht von den Grundlagen der „Knopf- und Schalterschule“ über eine sinnvolle und spannende Bildgestaltung bis hin zum Portraitshooting mit echtem Model und Make Up-Tipps. Super finde ich den modularen Aufbau der Kurse, der den individuellen Erfahrungen und Zielen der Teilnehmer bestens gerecht wird. Möglich ist sowohl die Buchung einzelner Module als auch ein Komplettkurs, der sechs verschiedene Kurseinheiten beinhaltet, die zwar aufeinander aufbauen, aber auch einzeln besucht werden können.

Ich hatte die ersten beiden Module des Gesamtkurses gebucht, die „Knopf- und Schalterschule“ und „Der Schlüssel zur Fotografie“. Im ersten Modul hieß es dann erst einmal die Kamera kennen zu lernen. Welcher Knopf ist wofür? Und was kann das Ding eigentlich außer Automatik? Ausgehend von dieser Frage landeten wir am Ende des ersten Abends, der mit drei Stunden genau die richtige Länge hatte, schließlich bei der Programmautomatik P und hatten ganz nebenbei die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten der Fokussierung, Lichtmessung, der unterschiedliche Weißabgleiche und (Blitz-)Belichtungskorrekturen ausprobiert.

Im zweiten Modul standen dann die drei essentiellen Parameter ISO, Blende und Zeit und deren Einfluss aufeinander im Mittelpunkt. Humorvoll und garniert mit kleinen Anekdoten aus dem Alltag eines Fotoprofis vermittelte Stephen den durchaus umfangreichen Stoff unterhaltsam an uns wissbegierige Foto-Rookies. Grundlage waren dabei – wie schon im ersten Modul – übersichtliche PowerPoint-Präsentationen, die kurz und knackig die wichtigsten Facts und physikalischen Hintergründe zusammenfassten. Im Fokus stand allerdings ganz klar die Praxis. Nach jedem Theorieabschnitt ging’s ans Ausprobieren. Dazu hatte Stephen nicht nur Fotowand, Scheinwerfer, Stativ und ferngesteuerten Blitz dabei, sondern mit „Anna“ (eine Schaufensterpuppe) auch ein geduldiges Model mitgebracht. Im zweiten Modul kamen dann noch diverse Plastiktiere inklusive Garfield als Models dazu, um in unterschiedlicher Positionierung die Wirkungsweise kleiner und großer Blenden und das Prinzip der Tiefenschärfe anschaulich zeigen zu können. Einfach und effektiv. Um den Teilnehmern den Effekt verschiedener Verschlusszeiten und Mitzieher am lebenden Objekt zu demonstrieren, stellte sich Stephen kurzerhand selbst als bewegliches Modell zur Verfügung.

Insgesamt war die Lernatmosphäre sehr entspannt, vor allem weil man als Teilnehmer immer das Gefühl hatte, selbst die Geschwindigkeit bestimmen zu können. Fragen konnten natürlich jederzeit gestellt werden und wurden immer kompetent beantwortet. Am Ende waren wir auf dem Einstellrad schließlich von P (Programmautomatik) über S (Blendenautomatik) bis A (Zeitautomatik) gewandert, und dem großen Ziel M (Manueller Modus) ein Stückchen näher…

Fazit: Die Photolodge bietet die perfekte Mischung aus Wissensvermittlung und Spaß, aus Theorie und Praxis. Jedem, der sich mit seiner Kamera kreativ beschäftigen und nach wenigen Stunden schon die ersten Erfolgserlebnisse verbuchen möchte, kann ich die Photolodge uneingeschränkt empfehlen. Fünf von fünf Sternen.

Benjamin Agert

Dem können wir nichts mehr hinzufügen. Wer auch solche Erlebnisse mit und bei der Photolodge haben möchte, meldet sich am besten gleich hier an: Termine & Anmeldung.

Herzliche Grüße, Stephen

Holifest-Test

Wer bei einem Holifest fotografieren will, muss sich und vor allem sein Material gut vorbereiten. Denn das feine Pulver und die Action bei dem fröhlichen Farbenspektakel stellen den Fotografen vor besondere Herausforderungen. Wir haben den Selbsttest gemacht und versucht, unter einigermaßen realen Bedingungen ein paar Tipps zu sammeln, denn im Netz gibt es zwar viel zum Thema Mehlshooting und Farbenshooting, aber ausschließlich unter kontrollierten Bedingungen.

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Vorbereitungen

Für ein Mehlshooting oder Farbenshooting ist es wichtig, die Kamera erst einmal in Sicherheit zu bringen, bzw. einzupacken. Dafür gibt es einige kostspielige Lösungen wie die EWA-Marine Beutel (die auch unter Wasser funktionieren) und Regenbeutel, die man bei Amazon bestellen kann. Wir haben einen Versuch mit Müllbeuteln und Tesafilm gewagt und sind mit der Lösung auch ganz gut gefahren.

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Wichtig ist dabei, dem Zoom vom Objektiv genügend Spielraum zu lassen und Augenmuschel und Display frei zu lassen. Hier aber ist darauf achten, dass alle Rillen und Ritzen ordentlich angeklebt sind. Nicht vergessen, vor dem einpacken frische Akkus und eine leere Speicherkarte einzulegen. Und auch die wichtigsten Einstellungen sollten schon gemacht sein, denn unter der Tüte wird alles recht umständlich und fummelig.

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Das Shooting

Beim Shooting hilft es, auf den Wind zu achten! Der Staub ist wirklich sehr fein und ich würde alles versuchen, so wenig wie möglich davon in Richtung Kamera – so gut sie auch verpackt ist – kommen zu lassen. Die Einstellungen an Kamera und Blitz sollten vorher stehen, denn wenn es mit dem Farbpulver beim Holifest losgeht, geht alles recht schnell und die Szene verschwindet erst mal im Nebel.

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Beim fotografieren werden sehr kurze Belichtungszeiten gebraucht, um den Flug des Pulvers einzufangen und einzufrieren. Hier hilft der Blitz so lange nicht zu viel Farbpulver oder Mehl in der Luft ist. Dann wird es schwierig mit dem Blitz, denn die Partikel reflektieren das Licht und bilden einen Teppich aus Licht. Wer sich mit seiner Kamera und den Einstellungen gut auskennt sollte auf dem C Speicher eine Belichtung ohne Blitz und hoher ISO Zahl abspeichern für die Momente, in denen es zu nebelig ist zum blitzen.

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Ansonsten hilft es, den Blitz auf Highspeed-Synchronisation einzustellen, damit kürzere Belichtungszeiten als 1/200 Sekunde möglich sind. Nachteil hierbei ist allerdings, dass der Blitz viel zu leisten hat und die Batterien entsprechend schnell in die Knie gehen. Bei längeren Zeiten ist der Flug des Pulvers nicht einzufangen, außer das Umgebungslicht wird komplett ausgeblendet und nur der Blitz sorgt für das Hauptlicht.

Viel Freude

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Eines ist sicher: so ein Holifest zu fotografieren ist sicherlich ein riesiger Spaß. Schon bei diesem kleinen Testshooting kam Freude auf. Was dann erst los sein muss, wenn 100 oder mehr Leute bei so einem Spektakel dabei sind, kann man sich vorstellen, vor allem, wenn man sich mal ein paar Bilder von solchen Veranstaltungen anschaut. Alternativ kann man die Tests auch mit Mehl machen, wenn kein Holipulver griffbereit ist. Die Flugeigenschaften sind die gleichen.

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Viel Spaß beim Nachmachen. Postet doch mal Eure Bilder, die Ihr bei einem Mehlshooting oder Holifest gemacht habt. Feuer … (äh: Farbe) frei!

 

Ergebnisse vom Kursmodul: „Der Mensch“

Mensch-gr-0862Mit drei Teilnehmern ging es letzten Mittwoch Abend in den Ring zum Thema: Menschen. Dem vorher ausgegebenen Ziel, am Ende für jeden ein gutes Portrait zu haben, sind die Teilnehmer nicht schuldig geblieben, ganz im Gegenteil, die Ergebnisse können sich mehr als sehen lassen.

Ans Fenster, der besten Softbox der Welt

Nach einer kurzen theoretischen Einführung zur Fotografie von Menschen haben wir ein Set im Raum fotografiert. Da es am Abend des Workshops draußen schon dunkel war, mussten wir das Tageslicht, welches normalerweise durchs Fenster scheint, simulieren. Vorteil bei dieser Konstruktion: die Stärke des Lichts durch das „Fenster“ lässt sich steuern und bleibt konstant.

So konnten sich Fotografen und Modelle auf das eigentlich Wichtige konzentrieren: das Fotografieren. Denn die Einstellungen wurden im Vorfeld in Ruhe eingestellt, kontrolliert und dann in den manuellen Modus übertragen. Dafür haben wir einige Testfotos in der Programmautomatik (P-Modus) gemacht, die besten Einstellungen ausgewählt, etwas korrigiert und dann festgelegt. Ein riesiger Vorteil gegenüber der Arbeit mit den anderen Kreativprogrammen, denn die Ergebnisse haben eine gleichbleibende Qualität, der Fotograf muss nicht so viel nach steuern und prüfen, sondern kann sich auf das Modell konzentrieren.

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Am Fenster haben wir dann die ersten Übungen zum steuern von unserem Gegenüber gemacht, wie mache ich mein Modell locker, nehme ihm die Angst vor dem fotografiert werden und hole ihn immer mehr auf meine Seit. Zum Beispiel auch, in dem ich gute Zwischenergebnisse auch mal zeige.

Dadurch wurde schon im Verlauf des ersten Set die Stimmung viel entspannter und das Vertrauen untereinander in die Fähigkeiten des anderen wuchsen.

Wichtig ist dabei für den Fotografen: ein freundliches Gesicht machen, viel mit dem Modell reden und eine persönliche Beziehung aufbauen. Denn dann öffnet sich mein Gegenüber und so erst können natürliche Bilder entstehen.

Ein anderer nicht zu unterschätzender Punkt ist die Wiederholung. Ein anderer nicht zu unterschätzender Punkt ist die Wiederholung. Denn der Laie vor der Kamera kann sich die ganzen freundlichen Anweisungen des Fotografen nicht lange merken, weil es zu meist zu viel auf einmal ist. Also muss ich sie immer wieder und immer wieder und immer wiederholen. Natürlich freundlich und mit Ruhe und Geduld, mein Modell soll sich schließlich wohl fühlen wie in einer vertrauten Umgebung und im besten Fall die Kamera vergessen.

Nach der Pflicht kommt die Kür

Mensch-1735In einem zweiten Set haben die Teilnehmer dann passende Locations für ein gutes Portrait gesucht und ihr Modell „inszeniert“. Die Aufgabe wurde dadurch noch spannender, denn jetzt kam richtig Leben ins Spiel, Treppen, Graffiti-Wände und alte Industrietore boten die richtigen Kulissen für starke Portraits. Das Licht kam dazu aus einem einfachen Aufsteckblitz mit Schirm, den wir manuell gesteuert haben und mit einem Funkauslöser gezündet haben. Daher waren auch hier wieder die Einstellungen konstant und die Konzentration beim Geschehen zwischen Fotograf und Modell. Keine Technik, die mehr mehr im Weg steht, keine Fehlbelichtungen, volle Konzentration aufs Motiv.

Mensch-gr-2260Zu Ende fotografieren

Und das sieht man den Bildern, die bei den Shootings am Ende herausgekommen sind, auch an. Wie in dem Kursmodul die Woche vorher, in dem wir uns um den Bildaufbau und die Frage beschäftigt haben: „Was macht ein gutes Bild aus?“, war der goldene Schlüssel auch an diesem Mittwoch Abend die Erkenntnis: Ich muss mein Motiv ZU ENDE FOTOGRAFIEREN! Denn viele Details fallen einem sonst erst am Rechner auf, dann ist es für Korrekturen aber zu spät. Also nehmen wir uns beim Shooting zwischendurch die Zeit, die Bilder genau zu betrachten, zu analysieren und das Ergebnis immer weiter zu verbessern. Überzeuge Dich selber in der Galerie von den Ergebnissen des Abends.

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Vielen Dank!

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Vielen Dank den Teilnehmern Daniel, Marcus und Jörg für einen wirklich gelungenen Abend.

Der nächste Fotografie Komplettkurs, bei dem auch das Portrait eine Rolle spielt, startet am 5. März und kann hier gebucht werden: photolodge.de/shop/komplettkurs/

Natürlich können die Module auch einzeln gebucht werden, schaut einfach mal in den Shop rein, der Mensch ist bald wieder dran: Der Mensch, das unbekannte Wesen

Wer das gleiche mit einem Modell ausprobieren möchte und sich schon ein wenig mit den Einstellungen seiner Kamera auskennt, der ist beim Portrait Workshop bestens aufgehoben. Portrait Workshop

Wir freuen uns auf Eure Anmeldungen.

© Foto: Jörg Grzenia, Daniel Schulze, Marcus Wenzel, Stephen Petrat für Photolodge

 

Location gefunden

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Gerade noch rechtzeitig!

Da der ursprünglich angedachte Austragungsort für unsere Workshops vorerst noch im Bauschutt untergeht, mussten wir kurzfristig eine Alternative suchen.

Passendes Ambiente

Mit der Alten Feuerwache im Kölner Agnesviertel ist das durchaus als gelungen zu bezeichnen. Den neben den vielen Raumoptionen bietet das Gelände und die Umgebung zahlreiche spannende Spots für die Anwendung der gelernten Inhalte bei den Photolodge Workshops und Fotokursen.

Genaue Angaben per Mail

Die genaue Beschreibung, welcher Raum bei welchem Workshop gebucht ist, bekommt Ihr rechtzeitig per Mail noch einmal zugesandt. Wir freuen uns auf einen tollen Start am 15. Januar im Agnesviertel.

 

Frühzeitig anreisen!

Es gibt keine Parkplätze in der Alten Feuerwache und ihrer Umgebung. Deshalb empfiehlt sich die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bahn-Linien 5, 12, 15, 16, 18 (bis Ebertplatz, 5 Gehminuten)


Größere Kartenansicht

 

Bus

Linien 140, 148 (bis Krefelder Wall oder Ebertplatz, 5 Gehminuten)

S-Bahn

S6, S11, S12, S13 (Haltestelle Hansaring, 5 Gehminuten)

Regionalbahn

RB 25 (bis Hansaring, 5 Gehminuten)

Mit dem Auto von linksrheinisch (Norden/Süden/Westen)

Von der A 57 auf die Innere Kanalstraße Richtung Zoobrücke – 1. Kreuzung rechts abbiegen in die Krefelder Straße – an der 3. Straße links abbiegen (auf Höhe der Kirche) in die verkehrsberuhigte Zone – ca. 150m geradeaus in der Balthasarstraße – an der 1. Kreuzung rechts in die Kasparstraße = Zugang Rückseite der Feuerwache

AlteFW-02Mit dem Auto von rechtsrheinisch (Norden/Süden/Osten)

Autobahnkreuz Köln-Ost Richtung Zoobrücke/Zentrum – hinter der Zoobrücke links einordnen – 1. Ampel links abbiegen – der Straße folgen – links in die Neusser Straße abbiegen – an der 2. Ampel rechts in die Balthasarstraße – nach ca. 100m rechts in die Melchiorstraße abbiegen = Feuerwache

Vorfreude ist schon da

Wir freuen uns auf schöne Stunden mit Euch und tollen Fotos. Die besten Voraussetzungen dafür sind auf jeden Fall schon mal geschaffen.

Wer sich über die Feuerwache informieren möchte, kann das auf dieser Seite machen:

www.altefeuerwachekoeln.de

Gute Nachricht: Photolodge rettet Weihnachten

Die Photolodge lässt Euch auch zur Weihnachtszeit nicht im Stich: Wenn Ihr bis Freitag, den 20.12. bestellt, gehen die Gutscheine für unsere Fotokurse und Workshops noch am Samstag raus und sollten damit noch rechtzeitig unterm Weihnachtsbaum liegen.

Einfach abholen

Gerne kannst Du Deinen Gutschein auch persönlich bei uns abholen kommen. Sonntag, den 22.12. und Montag den 23.12. könnt Ihr auf Nummer sicher gehen und vorbeikommen um Euer Photolodge-Geschenk persönlich abzuholen. Einfach bei der Bestellung unter Hinweise angeben, dass Du selber abholen möchtest und die Telefonnummer mit angeben, dann melden wir uns bei Dir und vereinbaren einen Termin in Köln-Nippes.

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Echter Gutschein

Bei der Photolodge bekommst Du noch einen echten Gutschein in die Hand. Kein eigener Ausdruck am Rechner, keine Bastelarbeiten sind nötig, die Photolodge-Gutscheine kommen schön gestaltet im edlen Umschlag daher, Du musst nur noch Empfänger und Schenker eintragen und fertig.

Hier kannst Du Deinen Gutschein bestellen.

Oder einfach gleich buchen

Natürlich kannst Du auch gleich einen festen Termin oder einen bestimmten Workshop buchen. Schreibe in die Bestellung bei den Hinweisen bitte rein, dass Du einen Gutschein für den Workshop brauchst und wir schicken Dir rechtzeitig vor Weihnachten noch einen Umschlag zu.

Eine Auswahl der aktuellen Termine findest Du bei den Terminen.

Wir freuen uns auf Deine Bestellung und wünschen eine schöne Vorweihnachtszeit.

Eure Photolodge.

Umbrella Softbox (nicht nur) für unterwegs

Professional 80cm 32in Cloth Octagonal Flash Umbrella Softbox
für knackige EUR 28,99.

Eine namenlose 80cm Umbrella Softbox aus Hongkong macht derzeit die Runde in den Foren und Tests der Kollegen. Für knappe 30 Euro bestellt, verspricht die Umbrelle-Octa-Softbox weiches, gerichtetes Licht mit Schirmfaltmechanik (also schnellstem Aufbau) für den Aufsteckblitz.

Verpackung.

Die Verpackung verlangt Geduld, aber die 15 Minuten Knibbeln an den unzähligen Klebebändern sind nach den gut drei Wochen Reise von Hongkong nach Köln auch kein Problem. Schließlich soll es ja gut verpackt sein und sicher ankommen.

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Zusammenbau.

Da die Softbox als Schirm daher kommt, geht der Aufbau sehr schnell und unkompliziert. Die Verarbeitung gefällt, die Klettverschlüsse für den Diffusor sind ebenfalls ordentlich. Auf jeden Fall scheint sie auch für Einsätze außerhalb der der Studiowände geeignet. Wie sie insgesamt hält, lässt sich aber erst nach einiger Zeit im Einsatz sagen und wird hier dann nachgetragen. Damit die Softbox eingesetzt werden kann, wird zusätzlich ein Schirmneiger benötigt. Bei der Softbox ist keiner dabei. Aber das ist bei diesem Preis auch kein Thema, denn da könnte auch nur Schrott dabei sein, also ist mir eine Konzentration auf das Wesentliche lieber. Für die kostspieligen Lichthelfer, die später in der Softbox zum Einsatz kommen empfiehlt es sich, bei den Schirmneigern die teuren Varianten z.B. von Manfrotto zu kaufen und die Finger von Kunststoffausführungen zu lassen.

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Setaufbau.

Als ersten einfachen Aufbau für den Vergleich steht der Blitz mit Funkauslöser auf dem Stativ, damit die Lichtrichtung später mit der Softbox die gleiche ist. Für das Einstellen des Blitzes, der später komplett hinter dem Diffusor verschwindet erleichtert uns ein Auslöser von Youngnuo die Arbeit. Dieser überträgt nicht nur die TTL Informationen der Kamera an den Blitz, sondern erlaubt auch die manuelle Steuerung über das Menü der Kamera. Beim ersten Aufbau der Softbox auf dem Stativ fällt auch gleich die erste Einschränkung auf. Die Öffnung für das Stativ ist zu klein um die Softbox weit genug neigen zu können. Im Einmanneinsatz sollte man daher ein Galgenstativ verwenden, um die Lichtquelle optimal zum Motiv zu positionieren.

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Das erste Bild ist mit Aufsteckblitz gemacht und dient als Vergleichsreferenz für den Einsatz der Softbox. Die Kamera fotografiert mit einer Blende 8 und 1/100 Sekunde bei ISO 320, somit ist das Umgebungslicht nahezu ausgeblendet. Die Blitzleistung lässt mit 1/32 Leistung genügend Spielraum offen, wenn die Softbox zu viel Licht schluckt.

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Mit der Softbox, bei der der Blitz nach innen gerichtet ist, wird einiges mehr an Lichtleistung benötigt. Schließlich wollen die 80cm Fläche auch gefüllt werden. Gemessen habe ich einen Lichtverlust von 3 Blenden, der Blitz braucht also ohne den Lichtformer 1/4 der Leistung für die gleiche Ausleuchtung wie mit der Softbox. Im Einsatz draußen wird ein zusätzlicher Blitz in der Softbox Sinn machen. Wie weit man damit kommt, zeigen wir in einem der nächsten Tutorials aus dem Praxiseinsatz.

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Ohne den Diffusor werden die Reflexe stärker und die Schatten unruhiger, die Lichtausbeute gewinnt jedoch nicht.

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Natürlich lässt sich das Licht auch bequem per TTL steuern, allerdings nicht ohne die Belichtungskorrektur anzuheben. Bei FEB +2 allerdings sind die Ergebnisse mit den manuellen zu vergleichen.

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Fazit

An einem Galgenstativ oder mit einem Assistenten und Boomstick ist die Sofbox ein wunderbarer Lichtformer mit toller Ausleuchtung, schönem weichem Schatten und sauberem Reflex im Auge. Die Qualität ist ebenso ordentlich wie die Lichtausbeute schon bei einem Aufsteckblitz. Wenn es nach draußen geht macht ein zweiter Blitz im Schirm sicher Sinn, die 80 cm Durchmesser brauchen Power. Das Packmaß und Gewicht überzeugen ebenso und drängen sich für das Studiosetup unterwegs geradezu auf.
Wir freuen uns schon auf die ersten Bilder mit lebenden Modellen und dem Einsatz bei den nächsten Workshops.

Hast Du Fragen zum Beitrag oder Anmerkungen? Immer her damit, wir freuen uns über jeden Beitrag.

Weiches Licht zum Taschengeldpreis. Der Pop Up Flash Diffusor

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Eine günstige Lösung um mit dem Auklappblitz der Kamera ein weicheres und schöneres Licht zu bekommen ist der so genannte Pop Up Flash Diffusor oder Bouncer. Diesen kann man beim Foto Magic Shop über Amazon für schlappe 5,60 € plus Porto bestellen.

Zum Hintergrund: Wenn ich weiches Licht haben möchte, benötige ich eine große Lichtquelle. Damit ist nicht die Stärke der Lichtquelle gemeint, sondern die Fläche der Lichtquelle. Es gilt der Grundsatz: je größer die Fläche der Lichtquelle, desto weicher das Licht.

Der Pop Up Flash Diffusor macht genau das mit dem kleinen Aufklappblitz der Kamera. Er vervielfacht die Fläche der Lichtquelle beträchtlich und macht ein angenehmes weiches Licht.

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Für den Vergleich habe ich einen Aufsteckblitz verwendet, da die Canon 5d über keinen Aufklappblitz verfügt. Ausserdem konnte ich den Blitz so positionieren, dass die Schatten gut sichtbar und vergleichbar sind.

Das erste Bild von Tiger Paul (ich dachte immer, auf der Kirmes gibt es das Los „FREIE AUSWAHL“ gar nicht – bis meine 8-jährige mit diesem riesigen weißen Tiger in der Tür stand!)  ist mit dem Aufsteckblitz ohne Diffusor gemacht. Deutlich erkennbar sind die wesentlich weicheren Schatten, die so mit den üblichen kleinen Bouncern für Aufsteckblitze nicht zu erreichen sind.

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Erstaunlich ist allerdings, wie viel Licht der Diffusor sich genehmigt. Mehr als 2 Blenden musste ich weiter öffnen, bzw. den Blitz heller schalten, um das gleiche Ergebnis im Bild zu erzielen. Für Portraits im Nahbereich, die kleine Produktfotografie und wenn der Blitz nur zum Aufhellen eingesetzt wird, ist die Kraft auch mit dem ohnehin schon schwachen Aufklappblitz sicher noch ausreichend. Wenn aber viel Licht benötigt wird, kommt der Blitz mit dem Diffusor schnell an seine Grenzen. Aber Wunder muss der Diffusor für 5,60 ja auch nicht erfüllen.

Diffusor-3629Wenn die Bilder beim Einsatz des Diffusors zu dunkel sind, hilft es die Blitzbelichtungskorrektur um 2 Blenden zu erhöhen, dann liefert der Blitz genügend Licht, um den Einsatz vom Diffus auszugleichen.

Vorteile:

  • Preis unschlagbar günstig
  • einfache Lösung für den Kamerablitz
  • spürbar weicheres Licht

 Nachteile:

  • etwas fummelig in der Anbringung
  • klaut viel Licht (mehr als zwei Blenden)
  • dadurch eingeschränkt im Einsatz

Der Diffusor ist also eine klasse Lösung für weiches Licht zum Taschengeldbudget. Dafür muss man ein paar Abstriche machen, aber die sind bei dem Preis locker zu verkraften.

Schickt uns gerne Eure Bilder mit diesem oder ähnlichem Lichtsetups und Eure Erfahrung mit solch günstigen Lösungen zur Bildgestaltung mit Licht.

Frohes Blitzen wünscht die Photolodge!

Workshop: Make-Up & Portrait

Die TeilnehmerInnen beim Make-Up & Portrait Workshop im Café Einzig in Köln-Nippes haben sich ordentlich ins Zeug gelegt. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. In einem gesonderten Making Of werden wir noch mal darauf eingehen, wie die Bilder entstanden sind, welche Setups gewählt wurden und wie das Visagisten Team unser Modell vorbereitet hat.

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Auch im kommenden Jahr werden wir wieder Workshops anbieten, die in zwei Gruppen das Make-Up und das Fotoshooting erarbeiten. Schaut in den Terminen, welche Fotokurse in den kommenden Wochen und Monaten Angeboten werden.

Ein Photolodge Workshop oder Fotoevent ist auch ein hervorragendes Geschenk. Wir bieten Gutscheine für alle unsere Angebote an und freuen uns mit Euch zu fotografieren.

Hier sind ein paar Eindrücke festgehalten von Cubus.tv: